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Wir schließen NICHT!!!
Wir schließen NICHT!!!
Leider kursieren zur Zeit Gerüchte im Internet, dass wir die Apotheke schließen.
Aufgrund von verschiedenen Pressemitteilungen hat die KI leider die Texte so umformuliert, dass daraus eine Schließung der Apotheke zu verstehen ist.
Bitte glauben Sie nicht immer der KI !!!
Wir bleiben selbstverständlich vor Ort und stehen Ihnen weiterhin an gewohnter Stelle zur Verfügung!!!
Lieben Gruß vom ganzen Löwen-Team!
Willkommen in der Löwen Apotheke – Ihrer Gesundheit zuliebe!
Lernen Sie uns und die Möglichkeiten der Löwen-Apotheke genauer kennen, und schauen Sie, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, gerne bei uns herein.
Nutzen Sie dazu doch die kostenlosen Parkplätze hinter dem Inkoop-Center. In diesem Einkaufszentrum können Sie auch gleich Ihre Lebensmitteleinkäufe erledigen, die Post aufsuchen, frische Brötchen oder Kuchen vom Bäcker holen und die Blumen für den nächsten Besuch mitnehmen.
Auch verfügen wir über einen stufenlosen Eingang mit Automatik-Tür, bestens geeignet für Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen. Wir freuen uns auf Sie!
Rezept hier vorbestellen – später abholen:
Das Jetzt verlockt
schaden.
Werner Müller ist beruflich stark eingespannt und versucht, Karriere und Familie unter einen
Hut zu bringen. Die Dauerbelastung im Alltag hat deutliche Spuren hinterlassen: auf der
Waage und an seinem Stresslevel. Deshalb hat er sich entschieden, einen Vertrag mit einem
Fitnessstudio abzuschließen.
Am Anfang geht er regelmäßig hin. Es tut ihm gut, und er ist überzeugt, die richtige
Entscheidung getroffen zu haben. Doch nach einigen Wochen wird es schwieriger,
dranzubleiben. Nach einem langen Arbeitstag erscheint das Sofa oft deutlich attraktiver als
das Training.
„Heute lasse ich es ausnahmsweise aus“, denkt er. Es fühlt sich in diesem Moment einfach
besser an. Aus einzelnen Ausnahmen werden mit der Zeit Gewohnheiten.
Werner geht immer seltener ins Fitnessstudio – und irgendwann gar nicht mehr.
Dass ihm das Training langfristig guttut, weiß er – genauso wie er weiß, dass er sich mit
dieser Entscheidung langfristig keinen Gefallen tut.
Wie Gefühle unsere Entscheidungen beeinflussen
Jeder kennt Mr. Spock aus der Serie „Raumschiff Enterprise“. Würde er vor der
Entscheidung stehen, ins Fitnessstudio zu gehen oder lieber auf dem Sofa zu sitzen, würde er
vermutlich keine Sekunde zögern. Denn er trifft Entscheidungen rein rational.
Menschen ticken anders als Vulkanier. Menschen haben Gefühle. Und Gefühle haben einen
starken Einfluss auf unsere Entscheidungen. Ohne Gefühle sind wir sogar gar nicht in der
Lage, eine Entscheidung zu treffen.
In seinem Buch „Descartes’ Irrtum“ beschreibt der portugiesische Neurowissenschaftler
António Damásio einen Patienten, der unfähig war, selbst einfache Entscheidungen zu treffen.
Über Elliot, so der Name des Patienten, wird berichtet, dass er beispielsweise stundenlang vor
dem Autoradio saß, weil er sich nicht für einen Sender entscheiden konnte. Das Besondere an
Elliot war, dass ihm aufgrund eines Tumors ein Teil des präfrontalen Cortex entfernt wurde.
Das änderte nichts an seiner Denkfähigkeit – auch sein IQ blieb im Normbereich. Was die
Operation jedoch bewirkte, war der Verlust seiner Fähigkeit, Emotionen zu empfinden.
Damásios These war, dass Elliots Gefühllosigkeit ihn daran hinderte, verschiedenen
Handlungsalternativen emotionale Bedeutung zuzuordnen. Er konnte sich nicht mehr
entscheiden, weil sich alles gleich anfühlte.
Wenn wir uns zwischen zwei Optionen entscheiden müssen, wählen wir im Alltag häufig
diejenige, die sich gerade besser anfühlt. Das zeigt: So wichtig Gefühle für unsere
Entscheidungen sind, sie sind nicht in jeder Situation die besten Ratgeber. Ein wichtiger
Grund dafür ist, dass sie dazu führen können, dass wir Situationen und Informationen verzerrt
bewerten. Die Entscheidungsforschung spricht hier von kognitiven Verzerrungen – wir
nennen sie „Denkfallen“.
Denkfalle "Gegenwartsverzerrung"
Entscheidung von Werner Müller.
Die Gegenwartsverzerrung ist ein Begriff aus der Verhaltensökonomie.
Sie beschreibt die wissenschaftlich gut belegte Tendenz, kurzfristigen Nutzen stärker zu
gewichten als mögliche langfristige Folgen.
Studien zeigen, dass Menschen sich häufig für eine kleinere, sofort verfügbare Belohnung
entscheiden – selbst dann, wenn eine größere Belohnung nur wenig später erreichbar wäre.
Das hat damit zu tun, wie unser Gehirn arbeitet.
Unmittelbare Belohnungen werden im Gehirn stärker verarbeitet als verzögerte.
Das, was wir sofort haben können, aktiviert emotionale Bereiche im Gehirn besonders stark.
Zukünftige Vorteile werden dagegen eher abstrakt bewertet – und erhalten dadurch weniger Gewicht.
Der Einfluss der Gegenwartsverzerrung auf den Umgang mit Arzneimitteln
Entscheidungen führen – wie das Beispiel von Hermann P. zeigt.
Hermann P. ist einer von 154 Patienten, die im Rahmen eines Forschungsprojekts zu ihrem
Umgang mit Arzneimitteln befragt wurden.
Er hat ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall und nimmt deshalb Medikamente ein, die
ihn davor schützen sollen. Dass diese Medikamente wichtig sind, weiß er.
Trotzdem fiel es ihm immer wieder schwer, sie regelmäßig zu nehmen. Vor allem im Alltag,
wenn es stressig war oder er unterwegs war, rückte die Einnahme in den Hintergrund.
Aus gelegentlichem Vergessen wurde nach und nach ein „aktives Vergessen“ – bis er die
Therapie schließlich ganz abbrach.
Die Gegenwartsverzerrung war maßgeblich daran beteiligt:
Das Weglassen des Arzneimittels erschien ihm als kleiner Vorteil im Moment, während
mögliche langfristige Folgen für ihn wenig greifbar waren.
Die Wirkung eines Medikaments, das vor einem Schlaganfall schützen soll, ist nicht
unmittelbar spürbar. Ob er es nimmt oder nicht, macht sich im Moment nicht bemerkbar –
und genau das macht es verlockend, die Einnahme immer wieder aufzuschieben.
In diese Falle geraten übrigens viele Patienten mit chronischen Erkrankungen wie
Bluthochdruck oder Diabetes, die anfangs ebenfalls ohne spürbare Beschwerden verlaufen.
Mehr über Hermann P. erfahren Sie hier